Die Linse: Female Gaze – Frauen schreiben Männer
Strange Days
So 13. September 2026 • 20:00 Uhr mit einer kurzen Einführung
Hier Karten kaufen (cineplex.de)
Los Angeles. Der ehemalige Polizist Lenny Nero lebt weniger in der Gegenwart als in aufgezeichneten Erinnerungen. Über eine illegale Technologie konsumiert er fremde Aufzeichnungen realer Ereignisse, die direkt in den zerebralen Cortex eingespeist werden. Sie erzeugen den billigen Nervenkitzel, selbst dabei zu sein und eröffnen eine neue Form des Konsums von Pornographie und Gewalt.
Bigelows Scifi Film beschreibt einen Protagonisten, der Beobachter bleibt, selbst wenn er glaubt zu fühlen. Männlichkeit zeigt sich hier nicht im Handeln, sondern in der Vermeidung von Nähe und Verantwortung, die durch Kontrolle, Nostalgie und mediale Vermittlung ermöglicht wird.
USA 1995 · R: Kathryn Bigelow · Db: James Cameron, Jay Cocks · K: Matthew F. Leonetti • Mit Ralph Fiennes, Angela Bassett, Tom Sizemore, Juliette Lewis, Michael Wincott · ab 16 J. · engl.OmU · 139'
Links
Filminfos
Internet Movie DB
Presseschau moviepilot.de
Online Karten kaufen
cineplex.de
Öffnungszeiten der Kinokasse
immer 15 Minuten vor der ersten Vorstellung.
Eintrittspreise
Wähle selbst deinen Eintrittspreise, wir verlangen keinen Nachweis.
Kulturheld*in
11,50 EUR
Basis-Ticket
10,00 EUR
Ermäßigt
8,50 EUR
Familienkino
6,90 EUR
Münster-Pass
6,50 EUR (mit Nachweis)
Unter 16 Jahren
6,90 EUR
(bis 18:30 Uhr)
Donnerstag ist Studitag
6,90 EUR
(für alle, die in Ausbildung jeglicher Art sind)
Arthouse-Sneak
6,00 EUR
(Sneak-Deal 11,00 EUR)
Tickets:
cineplex.de
Bei Sonder- veranstaltungen gelten mitunter besondere Preise.
Female Gaze – Frauen schreiben Männer
Wie wird die Männerwelt aus weiblicher Perspektive dargestellt? In der Reihe „Female Gaze: Frauen schreiben Männer“ zeigt die Linse die Werke von fünf Regisseurinnen: Kathryn Bigelow, Mary Harron, Claire Denis, Charlotte Wells und Chloé Zhao.
In ihren Filmen werden Männer durch Gesten, Routinen, Körper und Fantasien beschrieben. Der Blick richtet sich auf Männerfiguren und männliche Umgebungen, deren innere Konflikte sich nicht offen artikulieren, sondern in Wiederholungen, Körperlichkeit und Brüchen sichtbar werden.
Was die Filme verbindet, ist auch die Frage, wer schaut. Ist die Figur ein guter Vater, weil er seine Schwäche verbirgt, oder ein schlechter, weil er sie nicht teilt? Ist die obsessive Morgenroutine eine vertraute Ästhetik der Selbstoptimierung, oder das Porträt einer inneren Leere? Wie wird aus einer Satirefigur ein misogynes Vorbild? Die fünf Filme sind Porträts von Männlichkeit, distanziert beobachtet, manchmal verstörend und gerade dadurch umso interessanter. Jeder Film wird mit einer kurzen Einführung vor Filmbeginn präsentiert, die dazu einlädt, diese fünf großartigen Filme vielleicht mit einem anderen Blick zu sehen.







